Potenzial erneuerbarer Energien
Die wesentlichsten nachhaltigen als erneuerbar bezeichneten Energiequellen sind Bioenergie (Holz, Biomasse, Energiepflanzen), Geothermie (tief oder oberflächennah), Solarenergie (Photovoltaik, Solarthermie), Wasserkraft und Windenergie. Da allein schon die täglich auf die Erde eingestrahlte Sonnenenergie um einige Größenordnungen über dem menschlichen Bedarf an Energie liegt, braucht man sich um das Gesamtpotenzial der erneuerbaren Energie keine ähnlichen Sorgen wie bei fossilen Brennstoffen oder atomaren Brennstoffen machen. Das Wort "Potenzial" ist im Unterschied zur Bedeutung in der Physik (siehe potenzielle Energie) hier als Verfügbarkeit zu verstehen. Auch die Bezeichnung "erneuerbare Energien" und das Wort "Energiequellen" sind physikalisch unsinnig, weil in der Physik der Energieerhaltungssatz gilt. Besser wäre die die Formulierung "Verfügbarkeit nachhaltiger Energie".
Beim Anteil erneuerbarer Energien (EE) sind Anteile an der Primärenergie und
an der Elektroenergie zu unterscheiden.
Untenstehende
Abbildung des BMU zeigt den Anteil an der Primärenergieerzeugung in
Deutschland aus dem Jahre 2010.
Der Hauptanteil der Biomasse ist Brennholz.
Bei der Stromerzeugung haben die erneuerbaren Energien einen größeren Anteil. Die untenstehende
Grafik zeigt die Entwicklung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien in
Deutschland seit von 1990 bis Ende 2010.
Ziel der Bundesregierung (EEG 2009 vom
25.10.2008) ist, dass der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch
von 15,1 % im Jahre 2008 auf mindestens 30 % im Jahre 2020 steigt.

Aus der selben Quelle zeigt die untenstehende Grafik etwas genauer die Aufteilung des Beitrags erneuerbarer Energiequellen zum deutschen Elektroenergieverbrauch 2010:

Die erneuerbaren Energien liefern aber selbst bei der Stromerzeugung noch nicht den überwiegenden Anteil. Untenstehende Abbildung zeigt eine prozentuale Aufstellung des BMWi für die europäischen Staaten im Jahre 2008:

Am Ende präsentieren wir zwei unterschiedliche Darstellungen über die Zukunft der globalen Primärenergieversorgung. Der BP Energy Outlook 2030 stellt sich die Entwicklung des Energiemix so vor:

Das
Energiekonzept 2050; Eine Vision für ein nachhaltiges Energiekonzept auf Basis
von Energieeffizienz und 100% erneuerbaren Energien vom
ForschungsVerbund Erneuerbare Energien (FVEE)
sieht den Anteil der fossilen Brennstoffe
und der Kernenergie an der Energieerzeugung im Jahre 2050 bei null:

Die Deutsche Physikalische Gesellschaft geht in einer Studie vom Juni 2010: Elektrizität: Schlüssel zu einem nachhaltigen und klimaverträglichen Energiesystem im Detail auf zukünftige Entwicklungen ein. Eine Darstellung über die Energieversorgung der Zukunft ist Ende 2009 vom Koordinierungskreis Chemische Energieforschung veröffentlicht worden.
