Die Ende der Jahre 1990 bzw. 2010 bekannten
Reserven waren 1003 bzw. 1383 × 109 Barrel, siehe
BP. In der Massen-Einheit entspricht Letzteres 188,8 × 109 t (188,8 Gt). Nach einer Studie des
BGR betrugen Ende 2010 die Reserven
161 Gt und das verbleibende Potenzial an konventionellem Erdöl (Reserven und Ressourcen) rund
270 Gt. Im Jahre 2009 wurden weltweit nach
BGR 3,88 Gt Erdöl verbraucht. Eine Erschöpfung der Erdölvorräte in diesem Jahrhundert gilt also als sicher.
Für Erdgas wird eine Erschöpfung des fossilen Vorrats gegen Ende des jetzigen
Jahrhunderts erwartet, wobei etwa 2020 die fossilen Lagerstätten zur Hälfte
geleert sein werden. Die erkundeten Vorräte sind von 125,7 × 1012 m3
im Jahre 1990 auf 187 × 1012 m3 im Jahre 2010 gestiegen. Der Verbrauch hat sich
aber weltweit in diesem Zeitraum etwa verdoppelt und lag 2010 bei 3,19 × 1012
m3, siehe
BP.
Bemerkenswert ist, dass fast die Hälfte der Reserven und Ressourcen (181 von 432 × 1012 m3) in Russland liegen, siehe
BGR.
Für die Kohle fassen wir harte und weiche Sorten zusammen und verwenden wieder die Studie des
BGR. 2009 wurden weltweit knapp 7 Milliarden Tonnen (6,994 ×
109 t) verbraucht. Als Reserve werden 1001 × 109 t und als
Ressource die zwanzigfache Menge von 21 × 1012 t genannt. Der jährliche Verbrauch wird sicher
nach Erschöpfung von Erdöl und Erdgas beträchtlich steigen. Die Vorräte reichen
aber noch weit bis ins nächste Jahrhundert.
Bei den natürlichen Uranvorräten gibt es eine einfache Unterscheidung
zwischen Reserven und Ressourcen. Erstere verursachen Kosten von weniger als 80
USD pro kg Uran bei der Gewinnung, letztere können nur mir größeren Kosten
abgebaut werden. Entnimmt man aus der Studie des
BGR
den weltweiten Uranverbrauch 2009 von 68646 Tonnen und die derzeit
bekannten Reserven von 2,516 × 106 t, reichen die Reserven nur noch
bis zum Jahr 2036. Ressourcen mit einem Preis von weniger als
260 USD pro kg Natururan werden mit einer Masse von 10,5 × 106
t genannt. Mit dem Preis von 260 USD pro kg Natururan wird
man wahrscheinlich weiter thermische Kernkraftwerke betreiben. Man kann auch
noch das Meerwasser als Uranquelle betrachten, da es zu einem Gewichtsanteil von
3 × 10−9 Natururan enthält. Das ist aber wirtschaftlich
unsinnig. Wahrscheinlicher ist die Verwendung schneller Brüter (Brutreaktor)
zur wesentlich effektiveren Ausnutzung des Natururans. Damit sind zusätzliche
erhebliche Umweltrisiken verbunden. Die Erschöpfung der Uranvorräte könnte
jedoch weit in das nächste Jahrhundert verlegt werden.