Die Entwicklung technisch nutzbarer Brennstoffzellen für Raumfahrt und
militärische Anwendungen begann in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Inzwischen sind zahlreiche Anwendungsgebiete erschlossen. Bei der einzelnen
Brennstoffzelle, die eine Spannung von etwa einem Volt erzeugt, sind die aus
einem Elektronen leitenden Material hergestellte Anode und Kathode durch eine
Ionen leitende dünne Schicht getrennt. Größere Betriebsspannungen werden durch
Stapelung solcher Zellen erreicht.


Obenstehende
Abbildung
zeigt den für alle Brennstoffzellen gültigen schematischen Aufbau,
wobei Wasserstoff durch organische Verbindungen wie z.B. Methan oder Methanol
und der reine Sauerstoff durch Luft mit einem Anteil von ca.
20 % Sauerstoff
ersetzt werden können. An der Anode läuft die Oxidationsreaktion
(Elektronenabgabe)


und an der Kathode die Reduktionsreaktion (Elektronenaufnahme)


Insgesamt entsteht das umweltfreundliche Abgasprodukt Wasser durch


Bei 70 °C wird die Protonenaustauschmembran-Brennstoffzelle (proton
exchange membrane fuel cell, PEMFC) betrieben. Sie verwendet für die
Elektrolytmembran ein gasdichtes und nicht Elektronen-leitendes aber
Protonen-leitendes Ionomer (thermoplastischer Kunststoff). Der Wirkungsgrad zur
Erzeugung elektrischer Energie erreicht 35 %. Eine Erhöhung des Wirkungsgrads
auf 47 % ermöglicht die bei etwa 900 °C arbeitende Festoxidbrennstoffzelle (solid
oxide fuel cell, SOFC). Die meist aus Yttrium-dotiertem Zirkonium
hergestellte Elektrolytmembran hat eine gute Leitfähigkeit für Sauerstoffionen
und ist wiederum nicht Elektronen-leitend. Ausführliche Darstellungen bieten
"Planet Wissen" und
Wikipedia.